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Als ich 1996 in Bonn wegen einer Umweltaktion war, ging ich eines Nachts bei stürmischem Wind nach Hause. Es war widrig, unangenehm. Ich vergrub mich in meine Gedanken, versuchte es mir dadurch angenehmer zu machen. Ich dachte an verschiedene Situationen und formulierte in Gedanken an einem Brief herum. Ich setzte mich mit meinen Gedanken förmlich in meine Welt. Plötzlich meldeten sich meine Tumore, mein Gleichgewicht begann zu schwinden, es fing sich alles an zu drehen. Sofort ging ich auf den Boden und zu erspüren, was vor sich ging und mich zurecht zu finden. Dabei begann ich dann auch die Umgebung um mich herum langsam zu realisieren, was ich vorher ganz ignoriert hatte. Zu versuchen meine Umgebung wahrzunehmen, tat mir gut. Richtig intensiv wurden die Eindrücke: die Bäume im nächtlichen Wind. Was vorher für mich so unangenehm war, verband ich nun mit dem Moment. Ich fühlte mich als eins, ganz mit dem Moment verbunden.
Die Auswirkungen meiner Tumore, die mich eben noch am Weiterlaufen hinderten, schwanden und waren wie weggeblasen.
Hatten mich meine Tumore nur darauf aufmerksam gemacht, daß ich mich in meine Gedanken vergrub und das Jetzt ignorierte?
Ich bekam Gänsehaut, es kribbelte mich am ganzen Körper
- ich war eins.
Die Situation war derart positiv für mich, dass ich meine Tumore als Wegweiser zu meinem Inneren empfand. Ich fühlte mich seitdem verbunden mit ihnen, sehe sie als Teil in mir an - ohne den ich nicht ich wäre.
Der Weg, der sich für mich danach ergab, zeigte mir, dass wenn ich meine Tumore aus dieser Position heraus betrachte, sie als Teil von mir sehe, Einfluss auf sie habe. Wenn ich mich im Gegensatz dazu von ihnen abgrenze, entfalten sie ihr Eigenleben........
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