|
Belastung von Chemie
Auch wenn ich viel durch meine Tumore erfahren habe - und ohne sie nicht so wäre wie ich bin - finde ich es untragbar, dass meine Tumore aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine Mutation aufgrund chemischer Belastung entstanden sind. Meine Mutter ist nur wenige Kilometer östlich des Industrieballungszentrums Ludwigshafen am Rhein aufgewachsen.
Noch als ich Kind war, wuschen sich z.B. die Chemiker mit Formaldehyd die Hände heute steht Formaldehyd auf der Krebserregerliste.
Zu Zeiten als meine Mutter aufwuchs, wurden sicher selbst bei störungsfreiem Betrieb auch fruchtschädigende und mutagene Stoffe in die Luft gelassen und es gab natürlich auch Störfälle.......
Auch heute werden gesundheitsgefährdende Stoffe emittiert, zwar werden dabei die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten. Aber auch meine Erkrankung wirft die Frage auf, ob die Grenzwerte nicht zu weit gefaßt sind oder ob eine Emission von solchen Stoffen überhaupt tragbar ist.
AAber nicht nur dort, wo ich aufgewachsen bin und nicht nur in Verbindung mit Chemie, an vielen Stellen der Erde wird Gleiches getan. Beispielsweise sind heute noch in der Wiederaufbereitungsanlage von Sellafield (England) die radioaktiven Emissionen ganz legal. Die Leukämiesterblichkeit ist dort aber 14 mal höher als im Landesdurchschnitt. Ich möchte hierzu auf einen Artikel aus der Frankfurter Rundschau verweisen. Dies findet innerhalb der Europäischen Union statt; wie sieht diesbezüglich die Lage in ärmeren Ländern aus?

|
|