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Das Auseinandersetzen mit der Frage, was geschieht nach dem Tod und der Angst vor dem Ableben, hat für mich einen zentralen Stellenwert in meinem Leben eingenommen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass allein die Annahme, also der Glaube, die Tatsache beeinflussen könnte, was wirklich nach dem Tod mit mir oder uns geschieht.
Von allen möglichen Glaubensrichtungen wird aber versucht dies einzureden. Es scheint den Glaubensrichtungen wichtiger zu sein, dass ich ihnen angehöre, als dass mein Weltbild der Realität ( Weltbild) entspricht.
Viele nehmen einen Glauben an, weil sie sich erhoffen, es könnte Auswirkung auf ihr Schicksal haben. Diesen Handlungsmechanismus bezeichne ich als Furcht. Eine persönliche Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Tod wird damit umgangen. Es entspricht leider einer Art Konsumhaltung, lieber ein vorgefertigtes Weltbild zu akzeptieren, anstatt eine persönliche Antwort zu finden.
Angst vor dem Tod ist derart elementar, dass darüber nicht hinweggegangen werden kann.
Der Tod ist in der Gesellschaft tabuisiert, trotzdem wird die Gesellschaft in ihrem Handeln zu einem hohen Maße von der Angst vor dem Tod bestimmt.
Zur Verdeutlichung der Bedeutung der Frage Angst vor dem Tod in der Gesellschaft mag ich ein Beispiel anfügen: Früher hatte ich oft den Eindruck: die Zeit renne davon. Was steht im Hintergrund, wenn für mich dieser Eindruck entsteht? In Momenten, in denen ich glaube, die Zeit renne davon - habe ich Angst vor dem Tod. In der Gesellschaft ist dieser Eindruck sehr verbreitet. Für viele Entscheidungen scheint dieser Fakt dahinter zu stehen. Warum nimmt sich auch keiner mehr Zeit für den Weg, irgendwo hinzukommen? Die Verkehrspolitik mit all ihren Folgen ist sehr geprägt von diesem Eindruck, der fälschlich in jedem Einzelnen entsteht mit der ungelösten Frage nach der Angst vor dem Tod.
Aber weit umfangreicher sind die indirekten Folgen dieser ungelösten Frage:
Der Tod kommt auf jeden Menschen zu, ob er will oder nicht. Alle Menschen, die sich nicht dem Fakt entsprechend damit auseinander gesetzt haben, werden dadurch an ihr Inneres gefesselt - jeder Einzelne! Jedem Einzelnen scheint damit sein eigenes Leben derart wichtig, dass die Menschheit nicht in der Lage zu sein scheint, die Probleme auf der Erde zu lösen.
Aber der Lebensraum auf der Erde wird in diesem Jahrhundert mit der Klimaveränderung und unzähligen anderen Problemen grundlegend verändert - das Faktum der Zerstörung bekommt mit der Fesselung jedes Einzelnen an sich selbst nicht die Bedeutung, die eine Lösung der Probleme erst ermöglichen würde - aber wir müssen übergeordnet denken.........

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